Labrador Retriever mit Epilepsie

Meggie´s Anfallstagebuch

 

 

Einzug 01.12.2016:

 

Meggie ist seit Anfang Dezember bei uns und hatte seitdem noch keinen Anfall. Ihren letzten Anfall hatte sie im Sommer 2016.

 

Behandelt wird Meggie noch mit keinen Mitteln, weder Antiepileptika noch alternativ.

Am 06.03.2017 bekommt sie aber ihre erste osteopathische Behandlung. Nicht nur wegen der Epi, ihre HWS scheint sehr verspannt zu sein und auch sonst wird die Osteo ihr sicherlich gut tun.

 

Ich hoffe, dass der nächste Anfall noch sehr lange auf sich warten lässt...

 

 

16. Anfall, 12.05.2017, ca. 14.00 Uhr:

 

Zu diesem Anfall kann ich praktisch nichts berichten, da ich nicht zu Hause war. Nur mein Freund, der sich damit noch nicht so gut auskennt.

 

Meggie ging zum Esstisch, um sich unter ihn zu legen, dann fing sie an zwischen den Stühlen "zu zappeln". Das Zappeln verwandelte sich in einen generalisierten Anfall, der nach einiger Zeit in einen fokalen überging. Meggie brauchte laut meinem Freund eine gute 3/4 Stunde, um sich davon zu erholen.

 

 

17. Anfall, 22.05.2017, ca. 15.20 Uhr:

 

Meggie und ich waren gerade auf dem Rückweg vom Nachbarn gegenüber, als sie plötzlich in deren Einfahrt krampfartig zusammenfiel und in einen fokalen Anfall überging. Nachdem dieser nach gut 20 Minuten vorbei war und Meggie eine ziemlich kritische Pause hatte, krampfe sie dann nochmal generalisiert (siehe Video). Alles in allem dauerte dieser doppelte Anfall über eine Stunde, bis Meggie aus eigenen Kräften nach Hause gehen konnte.

 

 

18. Anfall, 24.05.2017, ca. 14.30 Uhr:

 

Ich kam nach der Arbeit nach Hause und ging mit den Hunden raus. Meggie erlitt draußen beim Spaziergang einen fokalen Anfall, der sich aus einem Zittern heraus gebildet hat. Sie blieb bei Bewusstsein. Der Anfall dauerte aber auch wieder gut 20 Minuten, bis sie wieder nach Hause gehen konnte.

 

Ich entschließe mich, ihr 8 Tabletten a 2 mg täglich, 16 mg (2x4 Tabletten) zu geben.

 

 

19. Anfall, 26.05.2017, 4.10 Uhr:

 

Erster Gassigang vor der Arbeit. Weit kommen wir nicht. Meggie krampft wieder fokal beim Spaziergang. Sie zittert am ganzen Körper, das Zentrum ist aber die hintere LWS. Noch während des Krampfes legt sie sich hin und krampft aus. Danach bleibt sie noch einige Zeit liegen und ruht sich aus.

 

 

20. Anfall, 27.05.2017, ca. 19.00 Uhr:

 

Wieder ist nur mein Freund zu Hause, als Meggie im Garten einen generalisierten Anfall erleidet (sehr ähnlich wieder im Video). Auch hier dauert es eine ganze Weile, bis sie sich wieder normal bewegen kann.

 

Diazepamdosis wird erhöht auf 32 mg täglich (4x4 Tabletten a 2 mg).

 

 

Update 21.06.2017:

 

Das Diazepam habe ich ca. zwei Wochen nach dem letzten Anfall abgesetzt.Sie ist jetzt gut vier Wochen anfallsfrei. Ihre zeitweise Anmesie ist vorbei und sie ist die alte, wie wir sie kennen.

 

 

21. Anfall, 26.06.2017, ca. 14.30 Uhr:

 

Meggie hatte einen fokalen Anfall. Mittlerweile habe ich einen Namen für diese Art der Anfälle - "Zitteranfall". Sie ist bei Bewusstsein, zittert aber extrem wie Espenlaub am gesamten Körper.

 

Dieses Mal hatte sie aber auch höllische Schmerzen im Nackenbereich. Es war wirklich merkwürdig.

 

Ich kam von der Arbeit nach Hause und hinter der Haustür hörte ich schon jämmerliches Aufschreien. Als ich die Tür aufmachte war Meggie völlig verändert, sie freute sich, aber sie war so steif im Nacken und traurte sich kaum eine Bewegung zu machen. Schon kurz darauf, als ich die Tür aufmachte, fing sie an zu zittern. Das steigerte sich dann zu einem fokalen Anfall und er dauerte insgesamt gut eine Viertelstunde inkl. Erholungsphase.

 

Den ganzen Nachmittag über war sie sehr bemüht darum, nicht im Nacken- und Kopfbereich angefasst zu werden und schrie immer wieder auf, wenn ihre Bewegung doch etwas zu hektisch war bzw. einer der Jungs ihr zu nahe kam.

 

Für den Mittwoch konnte ich einen Physiotermin vereinbaren und da kam so einiges zu Tage. Die Therapeutin vermutet eine Bandscheibenvorwölbung in der HWS, einen evtl. veränderten Augendruck und in der LWS scheint sie auch nicht "ganz koscher" zu sein.

Mehr als die Muskeln zu entspannen konnte sie erstmal nicht tun, aber das hat Meggie schon sehr geholfen. Einige Übungen haben wir als Hausaufgabe mitbekommen.

 

Für den 04.07.2017 habe ich einen Röntgentermin der gesamten Wirbelsäule.

 

Was den Anfall angeht, so gehe ich mittlerweile davon aus, dass "es" im Nacken der Auslöser war. Was "es" ist, werden wir hoffentlich morgen erfahren...

 

 

22. Anfall, 12.10.2017:

 

Diesmal hatte Meggie "nur" einen fokalen Anfall. Es war eher ein Zittern. Ging recht schnell vorüber.

 

 

23. Anfall, 21.10.2017:

 

Leider eine Serie. Erst krampfe Meggie fokal, nach einer Pause ging es dann über in einen Grand Mal.

 

 

24. Anfall, 23.10.2017:

 

Meggie war nach dem 23. Anfall noch nicht ganz erholt. Hatte die Tage wieder reduzierte Reaktionen und leider ging es dann am 23.10. nochmal los. Diesmal aber Gott sei Dank nur fokal.

 

 

25. Anfall, 03.11.2017:

 

Oh man, es hört einfach nicht auf. Erst fokal, dann natürlich generalisiert. Dauerte ziemlich lang.

 

 

26. Anfall, 10.01.2018, ca. 14.25 Uhr, Dauer über zwei Stunden:

 

Als ich heim kam, war alles noch ok. Die Hunde freuten sich. Meggie schnappte sich einen Plüschknochen und fing an etwas verdächtig im Kreis zu gehen und irgendwie steigerte sich das ins Zwangsverhalten. Na ja, wenige Augenblicke später fing sie an zu zittern und legte sich nach und nach hin. Dem Krampf konnte sie nicht mehr entgehen. Erst krampfte sie fokal einige Minuten, in einer ganz kritischen Pause bekam sie direkt Diazepam rektal und krampfte dann auch schon gleich generalisiert.

 

Leider wirkte das Diazepam offensichtlich nicht gut genug. Denn insgesamt krampfte Meggie in den zwei Stunden acht Mal. Es war schrecklich.

 

Noch zwei, drei Mal diese schweren Anfälle und Meggie wird es nicht mehr geben.

 

Offensichtlich nützt die alternative Medizin bei ihr nur wenig. Als letzten Schritt versuche ich jetzt noch die Reishi Pilze, da sie offensichtlich auch bei schweren Fällen hilfreich sind. Wenn aber die nicht sichtlich helfen sollten, muss ich Meggie auf Antiepileptika einstellen.

 

 

Update 14.01.2018:

 

Als letzte Möglichkeit vor Antiepileptika probiere ich Vitalpilze. Meggie bekommt seit Sonntag, 14.01.2018, die erste Woche täglich 1 Kapsel zu 400 mg Reishi Pilze in Bioqualität. Ab dem 22.01.2018 gibts dann täglich 2 Kapseln zu 500 mg bis auf Weiteres.

 

 

 

 

 

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