Labrador Retriever mit Epilepsie

Chewy's Anfallstagebuch

 

 

 

 

 

 

1. Anfall, 15.01.2010, ca. 22.30 Uhr:

 

Chewy lag auf dem Sofa und schlief. Er drehte sich auf die andere Seite. Dabei schob sich der Hocker vom Sofa ab und sein Popo rutschte in diese Ritze. Chewy erschrack sich, sprang erst hoch und dann runter vom Sofa. Da er das irgendwie im Halbschlaf gemacht hat, kam er total scheiße auf seinem Brustbein / Pfoten auf und lief den Sprung noch ca. 1,5 Meter auf dem Teppich aus.

 

Ich war hell wach und fast auf dem Boden, um nach Chewy zu schauen. Dann drehte er sich zu mir um, machte einen komischen Buckel und humpelte zu mir zurück. Auf dem Weg zu mir (ca. 1,5 Meter) fing er an zu zittern und zu krampfen!

 

Er fiel um, wollte sich nochmal aufrichten, das ging aber nicht mehr und blieb liegen. Er krampfte komplett am ganzen Körper. Die Rute, alle Beine zitterten, der Brustkorb war extrem angespannt, sogar die Lefzen waren total verkrampft!!!

 

Ich schaute mir seine Pupillen an, tastete schnell den Bauch ab und schaute auf sein Zahnfleisch. Die Augen waren starr und voll endrundet. Die Lefzen ließen sich kaum hochziehen. Das Zahnfleisch war unauffällig.

Kein Schaum, keine Aggressionen. Kein Kot- / Urinabsatz.

 

Nach ca. 15 Sekunden entspannte sich Chewy langsam und kam zu sich, blieb aber noch liegen.

 

Dann stand er auf, war noch etwas benebelt und schüttelte sich kräftig durch. Dann brachte er mir meine Puschen. Hier war er schon total normal! Als ob nichts wäre. Ich bin dann kurz mit ihm raus, um zu schauen, wie er sich bewegt. Alles beim Alten.

 

 

2. Anfall, 07.03.2010, ca. 17.20 Uhr:

 

Chewy hatte heute um 17.20 Uhr im Deister beim Spaziergang einen epileptischen Anfall.

 

Chewy und Lotte hatten bis dahin viel Spaß. Sie liefen zusammen hinterm Stock her, sie tobten miteinander.

 

Als Chewy das erste Mal über einen dicken Stamm sprang, war alles ok. Dann sprang er ein zweites Mal. Ich sah ihn nur noch von hinten, mir kam der Sprung aber schon komisch vor (eine Art Schwächeanfall), da er mit dem rechten Hinterbein nicht mehr kraftvoll, sondern gerade mal so über den Stamm kam. Doro sah in seinen Augen schon, dass irgendwas nicht stimmte. Dann kämpfte sich Chewy noch die letzten wenigen Metern zu ihr und brach vor ihren Füßen zusammen und krampfte.

 

Ich eilte hin. Chewy lag auf der Seite und zitterte. Er war ganz schön weit weg. Als Balou bei uns ankam, beschnüffelte er erstmal Chewy. Das schien ihm zu helfen, denn Chewy kam sichtlich in diesem Augenblick zu sich, als er Balou gerochen hatte. Balou legte sich in der Nähe hin und wir warteten, bis Chewy komplett wieder da war.

Kurz darauf entspannte sich Chewy wieder und stand auf. Alles beim alten.

 

Dieser Anfall war auch wieder nur sehr kurz. Etwa 15 bis 20 Sekunden. Kein Kot-/Urinabsatz, kein Schäumen, kein Zappeln, keine Aggression.

Ansprechbar.

 

 

3. Anfall, 13.03.2010, ca. 4.06 Uhr:

 

Heute Nacht auf den 13.03.10, um 4.06 Uhr, erlitt Chewy einen Epi-Anfall aus dem Schlaf heraus. Ich wurde wach, weil er sich aus seinem Körbchen aufs Laminat krampfte. Balou kam dazu und als Chewy ihn bemerkte, war er sofort wieder da und wollte aufstehen. Vorne funktionierte wieder alles, er hatte den Hausschuh schon wieder in der Gusche, aber hinten krampfte er noch total. Er konnte nicht von alleine stehen. Ich stützte ihn.

 

Anfallsdauer wieder ca. 20 Sekunden. Wieder nur krampfen. Sonst nichts. War ansprechbar, konnte aber nicht reagieren.

 

 

4. Anfall, 14.03.2010, mittags:

 

Chewy schlief auf dem Sofa und irgendwann fing er an, so komisch mit den Hinterläufen an zu "zappeln". Ich konnte ihn noch aufwecken. Die Hinterbeine mussten sich aber erst wieder koordinieren, bis er aufstehen konnte. Geistig war er sofort da, er musste nur noch auf die Hinterbeine warten, bis sie wieder voll funktionsfähig waren. Das dauerte ca. 10 bis 15 Sekunden.

 

Danach war er vollkommen klar und funktionsfähig.

 

 

5. Anfall, 17.07.2010, ca. 21.20 Uhr:

 

Chewy schlief im Flur auf dem Laminat, ich war im Wohnzimmer und habe nur einen lauten Knall gehört und plötzlich rannte ein zu Tode erschrockener Hund zu mir auf Sofa und kroch förmlich in mich rein, suchte totalen Körperkontakt und fing gleichzeitig an zu krampfen. Er war bei Bewusstsein und hörte meine Stimme. Auch realisierte er, dass ich ihn streichle. Aber bewegen konnte er sich nicht mehr.

 

Dauer ca. 30 Sekunden. Wieder nur krampfen. Sonst keine typischen Symptome.

 

Danach kuschelte er noch mit mir, wollte nicht weg.

 

 

22.11.2010, Leichte Panikattacke:

 

Gegen 20.40 Uhr wurde Chewy unruhig, hechelte mittel bis stark und schmatzte hin und wieder. Wechselte ständig den Liegeplatz. Mal Laminat, mal Teppich, mal Sofa usw. Er schaute auch oft nach oben und verfolgte etwas an der Decke mit seinen Augen, als ob er Geister sehen würde.

Ich habe mir das einige Minuten lang angeschaut. Der Zustand änderte sich nicht. Dann habe ich ihn in die Arme genommen und beiläufig oberflächlich untersucht.

Da entdeckte ich an der rechten Leiste eine wundgeleckte Stelle. Nicht schlimm. Nur leicht gerötet, aber trocken.

 

Chewy fand das aber so schlimm, dass er ständig da hingeguckt hat, von einer Stelle zur anderen gelaufen ist, als ob ihn eine Fliege ständig verfolgt. Rute eingeklemmt, Katzenbuckel.

 

Sobald ich ihn mir gegriffen habe, legte er sich dankbar in mich hinein und suchte Schutz.

Ich gab ihm Rescue-Tropfen. Es wurde langsam besser.

 

Gegen 21.30 Uhr sind wir eine Runde rausgegangen, ihn abzulenken. Das klappte. Wir konnten danach "normal" schlafen gehen.

 

Die Nacht war unauffällig. Ich habe nichts gehört o.ä.

 

Heute morgen um 4.30 Uhr das gleiche Theater. Er kroch wieder in mich hinein. Bloß den Körperkontakt nicht unterbrechen. Lief mit eingezogener Rute rum, war sehr besorgt um sein Hinterteil und drehte sich ständig um.

 

Kein Hecheln, keine Geister mehr.

 

Er ließ sich auch sehr leicht aus seinem Film holen. Sobald die Brottüte aufging, war er ganz normal.

Als ich ihn dann beim kuscheln beiläufig untersuchte, war die Stelle in der Leister leider etwas größer als gestern und siffte schon leicht. Habe sie mit einem Tuch und Wasser abgewaschen. Das hat wohl etwas geholfen.

 

Beim Spaziergang war alles in Ordnung. Er entleerte sich ganz normal und beobachtete Vögelchen in den Bäumen - wie jeden Morgen.

 

Ich habe die Routine so gut es ging beibehalten und ihn nicht zu sehr beachtet. Jetzt sitzt er in seinem Käfig mit seinem Stoff-Zebra.

 

 

13.12.2010, Stein erbrochen, Nachts durchgereihert:

 

Gegen 18.50 Uhr erbricht Chewy nach der Osteo-Behandlung noch in der Praxis einen kleineren Stein inkl. Galle.

 

Zu Abendbrot gab es Seelachs mit Kartoffeln und Joghurt.

Alles verlief nach Plan.

 

Gegen 1.00 Uhr morgens fängt er an zu brechen. Das Abendbrot war wieder draußen. Mehrfaches Erbrechen bis ca. 4.00 Uhr. Danach immer seltener. Mittags das letzte Mal Erbrechen.

 

Chewy war übel. Er schmatzte und speichelte. Er war matt und lustlos.

 

Vier Mal verteilt am Tag MCP-Tropfen gegeben - schlugen auch gut an.

Kleinere Portionen Hühnchen, damit er die üblichen Tabletten nehmen konnte.

 

Abends war alles wieder ok.

 

Ich vermute, der Stein hat die Magenwand gereizt, der Seelachs mag einen weggekriegt haben. Beides zusammen war wohl zuviel für das Sensibelchen.

 

Was ich aber als wichtigsten Punkt hierzu sehe ist, dass Chewy dabei keine Panikattacken bekommen hat, er war auch nicht verschüchtert, was sonst ja gerne der Fall ist. Er hat die "Krankheit" ruhig und fast schon souverän überstanden.

 

 

6. Anfall: 24.12.2010, 11.20 Uhr, Dauer ca. 30 Sekunden:

 

Die Realität hat uns wieder.

 

Chewy schläft etwas tiefer auf den Fliesen in der Küche. Ich bereite Essen zu. Im Treppenhaus Gehgeräusche. Chewy erschreckt sich, springt hoch und kommt zu mir, schaut erschrocken. Sucht Körperkontakt. Balou kommt sofort aus dem Flur und legt sich zu Chewy, stupst ihn an.

Ich gehe auch runter, nehme Chewy in die Arme und er fängt an leicht zu krampfen. Geistig komplett auf der Höhe, will scheinbar den Krampf verhindern. Gelingt ihm nicht ganz. Wedelt die meiste Zeit mit der Rute, weiß, dass Balou da ist. Drückt sich fest an mich. Will sich auch nicht wirklich hinlegen, scheinbar krampft nur der Nacken, die Pfoten können noch stehen. Am Ende legt er sich aber doch hin und entspannt langsam.

 

Dauer ca. 30 Sekunden.

 

Der ganze Anfall verlief sehr ruhig, keine Panik, nur teilweise Bewegungsunfähigkeit.

 

Nach insgesamt 50 Sekunden ist Chewy wieder vollkommen wiederhergestellt.

 

Macht jetzt auch nach 10 Minuten einen sehr besonnenen und ruhigen Eindruck. Legt sich wieder zum Schlafen hin. "ganz normal".

 

 

7. Anfall, 09.01.2011, gegen 20.30 Uhr, Dauer ca. 1 Minute:

 

Chewy schläft auf dem Laminat. Ein Geräusch im Treppenhaus erschreckt ihn, er schreckt hoch, läuft zu mir aufs Sofa, kuschelt sich an. Der rechte Hinterlauf scheint zu krampfen, aber nur sehr unscheinbar. Chewy ist etwas verwirrt, versteht das nicht.

Er legt sich zu mir, der Nacken fängt an zu krampfen, Pupillen sind entrundet. Er wird ganz steif, reagiert auf Ansprache. Den rechten Vorderlauf kann Chewy bewusst bewegen, die restlichen Pfoten sind relativ steif. Ich streichle über seinen Rücken bis zur Rute, hintere Pfote. Er reagiert darauf nicht. Nur die Vorderpfote reagiert bei Berührung.

 

Bei Ansprache steckt er kurz die Zunge raus (Beschwichtigungs-/ Beruhigungssignal). Kann den Kopf nicht bewegen.

 

Dauer dieser "Steifheit" ca. 1 Minute. Langsam entspannt er sich.

 

Nach dem Anfall ist er etwas aufgekratzt, will spielen. Ich gehe nicht darauf ein. Setzt sich aufs Sofa, hechelt flach und "übertrieben". Beruhigt sich aber nach wenigen Minuten. Jetzt schläft er wieder zusammengekuschelt auf dem Sofa.

 

 

13.01.2011, ca. 20 Uhr, tiefes und lebhaftes Träumen:

 

Chewy schläft auf dem Sofa sehr tief und träumt. Seine Pfoten machen übliche Traumbewegungen. Plötzlich fängt der ganze Hund an zu beben. Aus Angst, es könnte sich zu einem Anfall entwickeln, weckte ich ihn etwas unsanft auf. Er war noch recht benommen. Muss die Tiefschlafphase gewesen sein.

 

Streckt sich, gähnt, schüttelt sich. Legt sich daraufhin aufs Laminat neben das Sofa. Mit dem rechten Hinterlauf schlägt er ca. 3 Mal aus (wie Kitzeln u.ä.).

Kurz darauf schläft er wieder ein. Auch später keine Auffälligkeiten feststellbar.

 

 

15.01.2011, ca. 17.45 Uhr, Aufgekratztes und "ängstliches" Verhalten:

 

Chewy ist bei Doro. Ich gehe noch einige Sachen einkaufen. Nach dem Einkauf komme ich in die Wohnung. Atmosphäre ist gespannt, es riecht leicht nach Kot / Analdrüsen. Frage Doro, ob was passiert ist. Chewy ist unterwürfig und aufgekratzt, sucht Schutz und Körperkontakt.

Dann erzählt mir Doro, dass Chewy zu ihr kam und ihr auf den Oberschenkel tätzelte (noch niemals gemacht), suchte Schutz, Doro verstand ihn aber nicht. Ich erzählte ihr daraufhin von seinem aufgekratzten Verhalten in den letzten zwei Tagen. Danach setzten wir uns auf den Boden, Chewy kuschelte sich in mich rein, sie legte die Hand erst auf seinen Kopf. Das war ihm aber zu viel. Chewy mied den Kontakt. Dann berührte sie ihn am Kreuzbein. Chewy entspannte sich daraufhin sofort, machte die Augen zu und war im Land der Träume. Chewy gab dabei soviel "Energie" ab, dass Doro es nicht schaffte, die Hand in direkten Hautkontakt zu Chewy zu bringen. Ihre Handfläche tat weh. Chewy war allerdings sehr entspannt-

 

Dauer dieser "Behandlung" insgesamt ca. 7 Minuten.

 

Am nächsten Tag ist Chewy ausgeglichen und ruhig, wie ausgewechselt.

 

 

08.03.2011, ca. 22.00 Uhr, Panikattacke, Dauer ca. 15 Minuten:

 

Gestern Abend entspannen wir zu Dritt auf dem Sofa. Chewy liegt mit seinem Kopf auf meinen Beinen und schläft. Ich bewege das eine Bein minimal, da schreckt Chewy panisch hoch. Er verkriecht sich in mich, braucht ganz engen und möglichst Ganzkörperkontakt. So bleibt er liegen.

 

E bleibt ruhig. Kein Zittern, kein Krampfen. Alle Gliedmaßen hat er unter Kontrolle. Er will nur nicht weg, bleibt wie mit Sekundenkleber an mir haften und bewegt sich für die nächsten 10 Minuten nicht weg. Als ich dann so langsam aufstehen will, hindert er mich daran, indem er sich noch schwerer macht. Also bleibe ich sitzen und halte ihn fest.

 

Zwischendurch guckt er immer wieder nach unten auf den Fußboden. Als ob er von dort das Unheil erwartet. Er traut sich auch nicht, auf den Fußboden zu springen. Bleibt eingekuschelt liegen und hart der Dinge, die da kommen...

 

Nach insgesamt 13 bis 15 Minuten stehe ich dann so langsam auf. Chewy bleibt wie angewurzelt sitzen. Ich kann ihn aber runterlocken auf den Teppich und zu einem kleinen Spielchen motivieren. Tja, da ist wieder ganz normal. Er hechelt zwar wie blöd, aber ansonsten scheint alles wieder ok zu sein.

 

Danach setze ich mich wieder aufs Sofa und er legt sich wieder mit dem Kopf auf meine Beine.

 

 

8. Anfall, Freitag, 15.04.2011, 11.50 Uhr:

 

Chewy schlief tief auf dem Sofa. Es klingelte. Er und Balou sprangen vom Sofa und liefen Richtung Tür. Ich saß noch auf dem Sofa. Chewy kroch zurück ins Wohnzimmer und krampfte.

 

Die Rute und den linken Vorderlauf konnte er bewusst bewegen. Nach ca. 30 Sekunden konnte er wieder stehen. Nur die Hinterläufe hatten noch ca. 10 Sekunden eine Schwäche.

 

 

9. Anfall 14.05.2011, 6.07 Uhr, Dauer ca. 40 Sekunden:

 

Chewy schläft im Körbchen. Merkt, dass ich langsam wach werde. Ich drehe mich nochmal um, da poltert es schon im Körbchen.

 

Chewy krampft mit allen Gliedmaßen. Kein Stöhnen, kein Lösen. Die Rute kann er bewusst bewegen.

 

Diesmal hat die Erholungsphase länger gedauert. Ca. 2 Minuten. Er saß im Körbchen und konnte seine hinteren Pfoten noch nicht koordinieren. Alles andere funktionierte.

Nach den 2 Minuten war er wieder voll beweglich.

 

Ursache: Obe-Prüfung. Er hat meine Anspannung auf sich übertragen und wusste nicht, wohin damit.

 

 

10. Anfall, 11.08.2011, 21.47 Uhr, Dauer: eine knappe Minute:

 

Chewy schlief an seinem gewohnten Platz auf dem Laminat im Wohnzimmer. Ich schaute Fern auf dem Sofa. Der Nachbar von oben hatte seine Musik etwas lauter gestellt. Der Refrain kam und mit ihm die dröhenden Basse...

 

Chewy erschrack sich, sprang aufs Sofa. Aber er konzentrierte sich darauf, nicht zu krampfen. Ich streichelte ihn kräftig und sprach deutlich mit ihm. Er suchte Körperkontakt. Balou kam sofort dazu und schaute, was hier los ist. Chewy freute sich, wandte ihm den Kopf zu und beruhigte sich total, als Balou daneben stand. Er wedelte die ganze Zeit mit der Rute, ich streichelte ihn und sprach mit ihm. Das half ihm sehr.

Ansonsten krampfte eigentlich nur das Hinterteil. Die Vorderpfoten hat er normal bewegt und wollte ständig dort angefasst werden. Die Hinterpfoten krampften. Rechts mehr als links.

 

Alles zusammen, mit der "Erholungsphase" dauerte eine knappe Minute.

 

Wenn ich länger darüber nachdenke, scheint dieser Anfall bei Chewy fast im Vorbeigehen passiert zu sein. Er erholte sich nach einem kurzen, ersten Ankrampfen zwar, aber dann krampfte sein rechtes Hinterbein doch und steckte auch das linke an. Aber sonst war er vollständig da, er wedelte mit der Rute konnte Vorderbeine und den Kopf normal bewegen. Er setzte sich zwischendurch sogar auf, konnte nur eben die Hinterbeine nicht kontrollieren. Danach legte er sich wieder hin und kuschelte.

 

Dieser Krampf war definitiv anders als die vorherigen.

 

 

11. Anfall, 02.12.2011, 9.04 Uhr, Dauer: insgesamt 10 Minuten:

 

Ich erwartete heute meine neue Waschmaschine, also machte ich die Türklingel wieder an...

 

Zur Vorsicht habe ich Chewy schon an die Leine genommen und auf dem Sofa neben mir abgelegt. Dann kann er schon mal nicht zur Tür stürzen, wenn es klingelt.

 

Leider hat sich Chewy trotzdem im Schlaf von der Klingel erschrecken lassen und hat kurz darauf gekrampft.

 

Er sprang zurück aufs Sofa und fiel mir in die Arme. Ich sprach mit ihm und streichelte ihn. Er stöhnte etwas und krampfte ganz besonders mit den Vorderpfoten. Er lag eng gekuschelt neben mir und hinderte mich vor dem Aufstehen. Mit der wedelnden Rute zeigte er mir, dass er mit seinem Bewusstsein doch bei uns blieb. Balou kuschelte sich etwas näher ran und passte auf Chewy auf.

 

Der Krampf selbst dauerte ca. 1 Minute. Aber die Erholungsphase brauchte nochmal gut 8 bis 10 Minuten. Immer wieder verfiel er in dieser Zeit in eine Starre. In dieser Phase saß er aber die ganze Zeit, so als ob er einen nochmaligen Krampf nicht zulassen wollte.

 

Balou schnupperte immer wieder an ihm und blieb die ganze Zeit neben Chewy.

 

Jetzt ist der Spuk vorbei und Chewy der Alte.

 

Wäre diese Klingel nicht gewesen, wären wir sicher noch länger anfallsfrei geblieben (15 Wochen und 6 Tage). Da er sich die ganze Zeit eigentlich ganz gut verhalten hat. Keine Aussetzer, keine Auffälligkeiten. Nichts. Er war einfach gut drauf.

 

Das Zählen fängt von vorn an.

 

 

25.03.2012, Heftiges Erschrecken:

 

Wir fuhren am Samstag mit dem Rad nach Hause. Chewy lief neben dem Rad im Freilauf.

 

Auf einmal erschreckte er sich heftigst und lief noch ca. 1,5 Meter nach vorne, um dann direkt zu mir umzudrehen und bei mir Schutz zu suchen.

 

Das ist eigentlich immer der Anfang vom Krampf. So siehts immer aus, wenn er schläft, sich erschreckt und dann krampft.

 

Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, woher das kam. Ich habe nichts gehört oder gesehen. Balou war im Hänger und hat auch keine Anstalten gemacht, sich zu erschrecken.

Entweder hat Chewy was gehört, was ich nicht gehört habe oder es knallte in seinem Kopf. Ich weiß es nicht.

 

Jedenfalls sprang ich gleich vom Rad und sprach ihn lustig an (fällt mir in solchen Momenten wirklich schwer). Er saß dann bei mir, hechelte extrem, aber die Augen waren normal. Kein irrer Blick (wie sonst beim Krampf).

 

Ich habe ihn dann vorsichtshalber an die Leine genommen und habe das Rad geschoben. An der Leine fühlt er sich immer sicherer, ich denke, ich habe ihm damit einen Gefallen getan.

 

Abends war er ganz "normal". Aber ich habe die Schüssler Salze erhöht von 6 auf 12 täglich. Es scheint zu helfen.

Er ist nämlich seit einiger Zeit wieder sehr sehr hypersensibel und reagiert mit Stress (aktive Unterwerfung mit Hyperaktivität, dichtes Kuscheln - auch draußen) auf jedes strengere Wort, das gar nicht für ihn bestimmt ist.

Ist schwierig zur Zeit.

 

Das Obe-Training funktioniert aber trotzdem sehr gut. Da kann er sich sehr gut konzentrieren. Offensichtlich hilft ihm die strenge Selbstkontrolle.

 

 

26.03.2012, Heftiges Erschrecken, die Zweite...:

 

Tja, gestern Abend schon wieder...

 

Ich stand gegen 22.30 Uhr im Flur und machte mich zum letzten Gassigehen bereit. Balou lag noch auf dem Sofa. Chewy animierte ihn, mitzukommen (total süß). Im Wohnzimmer war es dunkel, nur im Flur brannte Licht. Auf einmal rast Chewy wieder in diesem typischen Panik-Run zu mir in den Flur (typisch vor jedem Krampf) und sucht Schutz. Ich habe wieder nichts gehört oder gesehen. Auch Balou blieb ruhig.

 

Chewy fing sich wieder. Hechelte stark und war froh, endlich draußen zu sein. Im Hausflur hat er etwas gefiept und wollte unbedingt raus - bewegen.

 

Aber es beunruhigt mich. Wir haben zunehmenden Mond, Wetter wird wärmer, er wird erwachsen. Es kann alles und nichts sein...

 

Ich beobachte und hoffe sehr, wir schaffen diese kritische Zeit ohne Anfall.

 

 

12. Anfall, 31.03.2012, Dauer ca. 2 Minuten, Erholungsphase 8 Minuten:

 

Um 8 Uhr klingelte mein Handy. Die Jungs dachten, wir stehen auf. Ich legte mich aber nochmal hin und schlief ein. Um 10.30 Uhr wachte ich wieder auf. Als ich mich im Bett zu den Hunden umdrehte, schaute mich Chewy an und fing an in seinem Körbchen zu krampfen.

 

Der ganze Körper war betroffen. Balous Anwesenheit störte diesmal ein wenig (Lotte ist grad läufig und Balou wohl das erste Mal in seinem Leben latent liebeskrank). Chewy kuschelte sich krampfend an mich und forderte Körperkontakt.

 

Die Erholungsphase dauerte ziemlich lange. Immer wenn Balou kurz fiepte, steigerte sich Chewy wieder in seinen "Zustand". Ich habe Balou dann aus dem Zimmer geschickt. Chewy entspannte sich dann recht schnell. Direkt nach dem Anfall musste er sehr dringend Pinkeln. Draußen ist er dann erstmal sehr viel gerannt.

 

Jetzt, nach dem Frühstück, ist wieder normal und schläft tief.

 

Ich sah den Krampf seit gut einer Woche kommen. Chewy war die ganze Zeit schon hypersensibel, hyperaktiv und alles andere auch hyper. Etwas unausstehlich.

Die Osteopathie am Donnerstag (29.03.2012) konnte den Anfall leider auch nicht mehr verhindern.

 

 

KEIN Anfall, 17.04.2012, ca. 11.55 Uhr:

 

Ich bin wegen einem Hexenschuss krank geschrieben und liege auf dem Sofa (deswegen bin ich überhaupt zu Hause). Chewy schläft derweil auf dem Fußboden im Wohnzimmer. Kurz vor 12 klingelt das Handy. Chewy erschreckt sich und läuft Richtung Sofa. Ich habe das laufen schon als seinen typischen Anfalls-Run erkannt und bemühe mich vom Sofa, damit ich bei ihm bin, wenn er gleich krampft.

 

Aber nix mit Anfall. Pustekuchen. Chewy fängt sich wieder, kriegt keinen irren Blick. Alles ist gut. Er hechelt nicht, alles ist gut.

 

Puhh, nochmal gut gegangen...

 

Das Handy ist jetzt auch stumm.

 

 

13. Anfall, 27.05.2012, Dauer ca. 2 Minuten, Erholungsphase wohl 10 Minuten:

 

Bei dem schönen Wetter waren wir am See baden.

 

Das Entspannungstraining hat offensichtlich so gut angeschlagen, dass als sich Chewy neben meinem Handtuch im Schlaf befand, ein Hund an unserer Bucht vorbeiging und Bundi leider anschlagen musste. Chewy erschreckte sich, wurde wach und lief zu dem fremden Hund, wollte ihn stellen, da kam er schon kriechend zurück geeilt, weil sich ein Krampf ankündigte.

 

Er lief mir in die Arme und wurde ganz steif. Er muss wohl ca. 2 Minuten gekrampft haben. Die Erholungsphase dauerte heute ziemlich lang. Es müssen auch gut 10 Minuten gewesen sein. Er war die ganze Zeit bei Bewusstsein, blieb nach dem Krampf aber bei mir liegen und entspannte nach und nach.

 

Das war in den zwei Jahren erst der zweite Epilepsie-Anfall, der draußen passierte. Ich hoffe, es war der letzte.

 

 

14. Anfall, 15.07.2012, Dauer ca. 2 Minuten, Erholungsphase ca. 4 Minuten:

 

Um 11.49 Uhr lag Balou auf dem Sofa, Chewy direkt neben dem Sofa und schlief. Balou bewegte sich und rutschte den Hocker zur Seite, so dass Chewy sich bei dem Geräusch erschrak und aufsprang. Er kam dann direkt zu mir aufs Sofa und krampfte los.

 

 

15. Anfall, 15.07.2012, um 19.45 Uhr, Dauer ca. 4 Minuten, Erholungsphase sicher 20 Minuten:

 

Wir waren bei einer Freundin und saßen am Tisch. Chewy lag unterm Tisch und schlief neben einem Sitzkissen, das an die Wand gelehnt war. Das Kissen kippte dann irgendwann um und fiel auf seinen Hintern. Chewy erschrack sich und lief zu mir. Da krampfte er dann leider nochmals.

 

 

Update am 26.01.2013:

 

Chewy ist seit dem 16.07.2012, somit seit sechs Monaten, anfallsfrei. Hoffen wir, dass dieser Zustand noch sehr lange anhält!

 

 

Update am 28.01.2013:

 

Gestern beim Spaziergang ließ ich mich dazu verleiten, Chewy mit etwas Apportierarbeit zu beschäftigen. Er erledigte die ihm gestellten Aufgaben herzerweichend. Immer konzentriert, sofort reaktionsbereit, sehr ehrgeizig - auch im schwierigen Gelände mit Dornenbüschen und tiefem Schnee. Er flitzte nur so durch den Schnee, ließ sich aber gut kontrollieren und einweisen. Ach, das hat sehr viel Spaß gemacht.

 

Als Chewy dann wieder im Kofferraum saß und ich die Klappe zumachen wollte, hatte er wieder diesen Blick - diesen irren Blick - der mich aus unserem Glücksgefühl wieder rausriss und mir mal wieder zeigte, dass Chewy zwar ein begnadeter Apportierer ist, er dieses Hobby aber NICHT ausüben darf. Denn dieser Blick war bis jetzt leider immer ein Garant für baldige Anfälle.

 

Beim Obedience hat er diesen irren Blick nicht. Er ist zwar dort auch sehr motiviert und arbeitet wie irre mit, aber der Apport ist der Moment, für den er lebt und atmet und damit leider gleichzeitig auch übererregt ist.

 

Schade, dass ein so talentierter und ehrgeiziger Hund seine eigentliche Aufgabe, das Apportieren, nicht ausüben darf.

 

 

Update am 11.02.2013:

 

In den letzten Tagen hatten starke Windböhen und ein eher unbeständiges Wetter. Mal schneite es, dann regnete es, dann wurde es wieder schön.

 

Vor einem Jahr bekam Chewy bei dieser Witterung Panikattacken und versteckte sich in mir. Ich musste darauf achten, dass die Fenster zu waren und kein Durchzug herrschte. Das versetzte ihn damals in Panik.

 

Bei dem aktuellen Sturm kuschelte er zwar immer noch liebend gerne mit mir und fühlte sich am sichersten in meinem Schoß, aber die Panikattacken blieben aus und auch das Stresshecheln zeigte Chewy nicht mehr. Außerdem beruhigte er sich recht schnell wieder, als das Wetter beständiger wurde und auch der Wind sich gelegt hatte.

 

 

Update am 16.02.2013:

 

Chewy ist heute seit genau sieben Monaten anfallsfrei!!!

 

 

Update am 19.02.2013:

 

Am 18.02.2013 war Chewy zur jährlichen Kontrolle beim Kardiologen. Die im September 2010 diagnostizierte DCM behandeln wir seit dem mit Pimobendan. Anfangs mit 15 mg / täglich, auf Grund der excellenten Entwicklung ab Frühjahr 2011 mit 10 mg / täglich und seit heute können wir sogar auf 7,5 mg / täglich runtergehen, da die aktuellen Ergebnisse sogar den Kardiologen umgehauen haben - in positiver Hinsicht natürlich!

 

In einem halben Jahr müssen wir aber nachkontrollieren, damit sich die Niedrigdosierung langfristig nicht doch negativ auf sein Herz auswirkt.

 

 

Update am 16.04.2013:

 

Chewy ist heute seit genau neun Monaten anfallsfrei!!

 

 

Update am 16.05.2013:

 

Chewy ist heute seit genau zehn Monaten anfallsfrei!!!

 

 

Update am 15.06.2013:

 

An diesem Tag wehte der Wind etwas stärker. Die Badezimmertür knallte leicht ins Schloss, da erschrack sich Chewy und versteckte sich wieder bei mir. Er kuschelte sich ein und forderte Schutz und Körperkontakt. Nach einigen Minuten beruhigte er sich, ich konnte dann aufstehen und die Badezimmertür zumachen, damit sie nicht noch einmal zuknallt. Chewy hat sich ohne Rescue-Tropfen erholt.

 

Diese ziemlich leichte "Panikattake" war eigentlich nicht wirklich erwähnenswert, aber vollständigkeitshalber möchte ich sie trotzdem dokumentieren.

 

 

Update am 16.06.2013:

 

Chewy ist heute seit genau elf Monaten anfallsfrei!!!

 

 

Update am 24.06.2013:

 

Chewy ist zur Zeit ziemlich nervös. Er erschreckt wieder bei Geräuschen, die mittlerweile Alltag für sein Nervenkostüm waren. Der stark wehende Wind macht ihm seit Tagen zu schaffen. Gott sei Dank nur drin. Draußen ist er wie immer.

 

Allerdings hat er sich heute morgen ziemlich heftig erschreckt. Die Gedanken schossen mir schon durch den Kopf, "nein, bitte nicht! Keinen Anfall jetzt!"

Wir wollten rausgehen und ich saß im Flur auf dem Boden und habe die Schuhschublade aufgezogen. Chewy war in dem Moment auf dem Weg ins Wohnzimmer von einem Teppich zum anderen, in dem Moment des Aufschiebens hat er sich so heftig erschrocken, dass er wieder panisch wurde und auf den Wohnzimmerteppich geflüchtet ist, dann kam er gleich zu mir und eigentlich wäre das der Moment des Krampfes gewesen. Aber er hat sich gefangen *puuuuh*. Nochmal Glück gehabt...

 

Er war dann total aufgekratzt, apportierte meine Hausschuhe, war total durcheinander. Vor lauter Untergebenheit hat er mir leicht auf die Hose uriniert.

 

Aber er hatte keinen Krampf. Er hat sich gefangen. Auch den irren Blick hatte er nicht, eher einen besorgten. Der Krampfblick sieht anders aus und ich bin froh, dass ich ihn seit 11 Monaten nicht mehr gesehen habe.

 

Außerdem ist er zur Zeit wieder extrem kratzig. Er kratzt sich die Seele aus dem Leib. Irgendwas ist im Busch. Ob es das Seewasser ist oder seine Fipse, ich kann es nicht sagen.

 

 

Update am 20.09.2013:

 

Wir haben das erste Jahr geknackt und sind seit

 

einem Jahr, zwei Monaten und fünf Tagen

 

anfallsfrei!

 

Außerdem habe ich die Bachblüten ausgeschlichen. Er bekommt seit einer knappen Woche keine Bachblüten mehr. Die Schüssler Salze, Vitamin E und B Komplex fürs Oberstübchen traue ich mich aber noch nicht abzusetzen. Ich denke, die bleiben. Denn schaden tun sie ja nicht.

 

Das jahrelange Entspannungstraining nebst Osteopathie zeigen große Erfolge. Chewy kann sich schneller emotional beherrschen und ist einfacher zu trainieren, da er nicht mehr sinnlos ausflippt, sondern sich auf die Aufgabe konzentrieren kann.

 

Wir haben sogar angefangen, alle ein paar Wochen etwas Dummyarbeit zu betreiben. Sie ist seine größte Passion und damals hat es mir das Herz gebrochen, ihm diese Beschäftigung zu nehmen. Aber damals war es einfach nicht möglich, ihn rassegerecht auszulasten und gleichzeitig seine innere Ruhe finden zu lassen.

 

Im August 2013 haben wir in Polen sogar eine Dummyprüfung für Anfänger ganz spontan gemeldet. Chewy hat nicht gekrampft und hat alle Aufgaben zu meiner Zufriedenheit erledigt. Er belegte den 7. von 10. Plätzen. Wenn man bedenkt, dass wir vor der Prüfung gerade mal wenige Tage hatten, die Dummys zu entstauben, ist das eine sehr gute Leistung gewesen.

 

Wer weiß, vielleicht können wir nächstes Jahr wieder in Polen ein paar Dummys retten.

 

 

Update am 23.09.2013:

 

Das Absetzen der Bachblüten war eine blöde Idee. Chewy ist wieder schreckhafter geworden. Besonders morgens neigt er zu leichten Panikattacken.

 

Ich habe die Bachblüten wieder ins Programm aufgenommen. Sicher ist sicher.

 

 

Update am 17.10.2013:

 

Die Wiederaufnahme der Bachblüten wirkt Wunder. Chewy ist wieder ausgeglichen und neigt morgens nicht mehr zu Panikattacken.

 

Jetzt ist klar, wir bleiben dabei.

 

Außerdem sind wir seit 1 Jahr, 3 Monaten und 1 Tag anfallsfrei!!!

 

 

Update am 20.11.2013:

 

Die Tierärztin von Chewy war selbst langwierig erkrankt, so dass wir erst am 08.11.2013 zur Osteopathie fahren konnten.

Ich wurde schon langsam nervös, da wir noch nie über acht Wochen auf die nächste Behandlung warten mussten. Aber wider Erwarten hat es Chewy gut verkraftet und auch die Behandlung selbst verlief sehr positiv.

 

So positiv, dass die Tierärztin uns wieder erst in acht Wochen sehen möchte. So steht der nächste Termin also erst am 16.12.2013 an.

 

Ansonsten ist Chewy nach wie vor anfallsfrei. Die Bachblütenmischung, die Vitamine B und E und Schüssler Salze sind unverändert geblieben.

 

 

Update am 16.01.2014:

 

Chewy ist auf den Tag genau 1,5 Jahre anfallsfrei. Das freut uns sehr und wir hoffen sehr, dass er weiterhin auf diesem Erfolgskurs bleibt.

 

 

Update am 19.03.2014:

 

Da ich in letzter Zeit vermehrt gefragt wurde, mit welchenr Methode Chewy so lange anfallsfrei bleibt, möchte ich das an dieser Stelle nochmal aktualisieren.

 

Chewy bekommt nach wie vor eine von seiner Tierärztin individuell zusammengestellte Bachblütenmischung (u.a. Rock Water, Chestnut). Daneben bekommt er das Schüssler Salz Nr. 7, und die Vitamine E und B Komplex täglich verabreicht.

 

Ich vermute aber, dass mit der wichtigste Faktor der kontrollierte Alltagsstress ist. Seitdem ich ihn nur arbeite, wenn er gut drauf ist, maximal aber 2x die Woche, außerdem ihm die nötige Auszeit (ein paar Tage lang entspanntes Spaziergehen) nach stressigen Erlebnissen gönne, ist er wie ausgewechselt. Nach stressigen Erlebnissen lasse ich ihm die Zeit, die er braucht, um es zu verarbeiten.

 

Da er ja nun schon so lange anfallsfrei ist, bin der Meinung, dass diese Mischung für ihn DAS Erfolgsrezept ist und bin sehr glücklich, dass wir bis heute auf Antiepileptika verzichten konnten.

 

 

Update 29.04.2014:

 

Nach wie vor leidet Chewy an der Hyperkeratose, bei der ich der Meinung bin, sie ist allergisch bedingt. Viele Salben haben wir schon durch, keine hat geholfen.

 

Mittlerweile habe ich angefangen, die Ballen zu raspeln und jeden Abend mit der Hametum Salbe einzucremen, da diese noch am besten zumindest lindert. Die Hyperkeratose bedingt tiefe und blutige Risse in seinen Ballen, die natürlich schmerzhaft sind. An den gerissenen Stellen bildet sich dann übermäßige Hornhaut, die auch wieder Schmerzen bereitet.

 

Seit Mitte April haben wir nun wieder eine Ausschlussdiät in Angriff genommen. Außer Kartoffel, Ente und Karotten gibt es nichts mehr für den Hund.

 

Zusätzlich dazu habe ich eine Bioresonanz machen lassen. Das Ergebnis war ein Bandwurmbefall, den wir gleich behandelt haben (der sich auch bestätigt hat) und angeblicher Zinkmangel, dem wir jetzt für die nächsten vier Wochen mit Zinkotase Tabletten entgegen wirken.

In drei Wochen machen wir nochmal eine Bioresonanz. Ich bin gespannt, was sich im Ergebnis geändert hat.

 

Aber eins kann ich jetzt schon sagen. Die Ballen sehen tatsächlich vereinzelt schon besser aus. Keine tiefen Risse und keine übermäßige Verhornung, sondern wirklich weiche und gepflegte Ballenhaut.

 

Ich bin gespannt, wie es weiter geht...

 

Ansonsten ist Chewy weiterhin anfallsfrei. Wir üben sogar hin und wieder etwas Dummy am Wasser.

 

 

Update 19.06.2014:

 

Mit großen Schritten nähern wir uns dem 2. Jahr ohne Anfälle!

Die Bachblüten bekommt Chew mittlerweile nur noch ein Mal täglich.

 

Allerdings sind seine Ballen immer noch sehr rissig . Daher haben wir vor gut sechs Wochen die Bioresonanz ausprobiert. Als Ergebnis bekamen wir u.a. Zinkmangel. Diesen behandeln wir also mit den Tabletten Zinkotase mit dem Ergebnis, dass die Ballen tatsächlich viel weniger rissig sind und die Hyperkeratose auch langsam verschwindet.

 

In wenigen Wochen wiederholen wir die Bioresonanz mit der Hoffnung, dass alle Mängel beseitigt sind und Chew hoffentlich endlich ohne ständige Pfotenprobleme unterwegs sein kann.

 

Gleichzeitig machen wir aber auch eine Diät mit Kartoffeln, Karotten und Geflügel. Ich bin immer noch der Meinung, dass er Kohlenhydrate in Form von Weizen nicht verträgt.

 

 

Update 16.07.2014:

 

Chewy ist heute zwei Jahre anfallsfrei!

 

Außerdem haben wir die Zinktabletten wieder abgesetzt.

 

 

Update 16.08.2014:

 

Bachblütenanpassung ab Samstag, 16.08.2014:

 

Clematis, Gentian, Hornbeam, Vine, 6 x 4 Tropfen tgl.

Schüssler Salze Nr. 7, 2 x 3 Tbl. tgl.

Vitamin B Komplex, 1 x 1 Tbl. tgl.

Vitamin E, 1 x 1 Tbl. tlg.

 

Leider werden die Ballen wieder rissiger und verhornen wieder schneller, seit der letzte Zinkgabe. Da an seinem Futter nichts verändert wurde, vermute ich einen tatsächlichen Zinkmangel. Denn die Diät KKK halten wir eisern durch, trotzdem sind die Ballen schlechter.

 

Auch scheint er eine Allergie gegen Gräser o.ä. zu haben. Seit wir täglich auf dem Land unterwegs sind und er ständig durch Gräser schnüffelt, hat er tierisch entzündete Innenschenkel. Leider leckt er sich daran, so dass jetzt schon Sekundärentzündungen entstanden sind. Die wasche ich jetzt täglich mit Kernseife aus und er kriegt über Nacht ein T-Shirt über das Hinterteil geschnürt.

 

Es sieht schon besser aus...

 

 

Update 10.10.2014:

 

Die neuen Bachblüten haben wie ein Bombe eingeschlagen. Mittlerweile bekommt er die Tropfen auch nur 1x am Tag, da er mit 6x täglich wie zugedröhnt war.

 

Die Zinkmangeltheorie scheint sich zu bestätigen. Nachdem wir wieder mit Zinkotase (25 mg täglich) angefangen haben, wurden seine Pfoten zwar sehr langsam, aber doch stetig besser. Die tiefen und blutigen Risse verschwinden langsam. Nur die übermäßige Verhornung hält sich hartnäckig.

 

Nach vier Wochen Zinkgabe lag der Zinkwert bei der Messung vom 23.09.2014 im Referenzbereich, so dass wir uns entschieden haben, die Dosis zu erhöhen. So bekommt er seit gestern (08.10.2014) 75 mg Zinkotase täglich.

 

Wir werden sehen, wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt.

 

Was mich aber jetzt schon freut ist, dass Chewy endlich wieder normal gehen kann. Er kann sogar über Schotter laufen, was vor einigen Wochen überhaupt nicht mehr möglich war, da die Ballen ja offen und blutig waren. Da ging am besten nur weicher Rasen.

 

Was die Epilepsie angeht, so geht es Chewy sehr gut. Er ist nach wie vor anfallsfrei und stabil. Alle acht Wochen geht's zur Osteopathie und die genießt er mittlerweile sehr.

 

Auch Pelle fühlt sich wohl dabei. Er bekommt die Osteopathie-Behandlungen wegen seinem Herzen.

 

 

Update 22.10.2014:

 

Die erhöhte Dosis Zinkotase (75 mg täglich) zahlt sich aus. Die Pfoten werden immer besser. Tiefe und blutige Risse sind Vergangenheit, auch die Plaquebildung geht zurück. Seine Ballen sehen immer besser aus. Auch Schotterwege begehen wir jetzt ohne groß vorher nachzudenken, ob er sie heute laufen kann.

 

Allerdings ist Chewys seelische Verfassung zur Zeit etwas labil. Auf Grund des Hausumbaus, der veränderten Lebensumstände, der fehlenden Routine seit Monaten, ist er gestern ziemlich ducheinander gewesen.

 

Aus dem Kofferraum schnaute er etwas "grimmig" auf Pelle, der auch grad einsteigen wollte. Pelle traute sich dann natürlich nicht. Seit heute springt also zuerst Pelle rein, dann Chew. Sicher ist sicher.

 

Gestern Abend kuschelten beide auf dem Sofa. Dabei berührte Chewys Schnauze die von Pelle. Pelle erschrack kurz und hob den Kopf, dann war die Schrecksekunde auch schon vorbei und Pelle legte seinen Kopf wieder ab.

Dafür war Chewy aber wie auf links gedreht. Er stand unterwürfig auf, hechelte übertrieben, hatte Stressgesicht und wusste nicht, was er jetzt machen sollte. Sehr merkwürdig das Ganze.

 

Schließlich konnte ich ihn mit Rescuetropfen und kuscheln auf dem Teppich nach einer guten halben Stunde beruhigen.

 

Die Nacht verlief ohne Besonderheiten. Auch heute Morgen war Chew wieder "normal".

 

Ich hoffe nicht, dass das Vorboten eines Anfalls sind.

 

 

Update 03.12.2014:

 

Es ist viel passiert...

 

1.

 

Die erhöhte Zinkdosis zahlte sich auf Dauer leider doch nicht aus. Chewy hatte in der Zwischenzeit wieder ziemlich fiese Pfotenballen. Tiefe Furchen, blutige Risse und übermäßige Hornzubildung und das an fast allen Zehen.

 

Nach einer weiteren Besprechung mit der Tierärztin haben wir uns für eine Reduzierung des Zink von drei auf zwei Tabletten täglich geeinigt, da das Zink offensichtlich nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Außerdem erhärtete sich der Verdacht, dass Chewy an der

 

"familiären Pfotenballen-Hyperkeratose"

 

leiden könnte, da trotz hoher Zinkdosis die Ballen immer wieder kaputt gehen.

 

Mittlerweile habe ich erfahren, dass diese Krankheit bei den Labrador Retrievern in Finnland nicht unbekannt ist und viele Züchter beim Deckrüden sich tatsächlich auch seine Pfotenballen anschauen, bevor sie ihn für ihre Hündin auswählen.

Wie sie dort die Krankheit behandeln, weiß ich aber leider nicht. Ich weiß nur, dass dieser erblich genetische Defekt nicht heilbar ist. Auch eine Linderung ist ziemlich schwierig, wie wir ja selbst erfahren haben. Eigentlich helfen keine Salben oder irgendwelche Nahrungszusätze. Das einzige, was auf Dauer bei Chewy hilft ist regelmäßiges Raspeln der übermäßigen Hornhaut und wenn es mal ganz schlimm wird, muss er Schuhe tragen.

 

2.

 

Leider habe ich auch eine weitere schlechte Nachricht. Chewys Linsen sind trüb. Seit einiger Zeit verhält er sich bei Dämmerung und Dunkelheit ziemlich eigenartig. Macht Scheinangriffe auf Menschen, knurrt Leute an, die schon anwesend sind, plötzlich nach einiger Zeit an, wenn dieser aus einem dunklen Raum kommt, hat letztens sogar Pelle im Dunkeln angeknurrt und kann ohne Licht das Treppenhaus nicht betreten bzw. ist dabei sehr vorsichtig. So, als ob er sich vortasten würde.

 

Die Erkenntnis, dass er evtl. schlecht sehen könnte kam mir letztes Wochenende und so habe ich Montag gleich bei der Augenspezialistin Dr. Steinbach in Rodenberg einen Termin vereinbart. Freitag (05.12.2014) ist es soweit.

 

Spekulieren will ich an dieser Stelle nicht. Ich warte den Termin ab und hoffe insgeheim auf ein kleines Wunder...

 

 

Update 17.12.2014:

 

Das Gentestergebnis ist da. Chewy ist prcd-PRA frei. Er kann an dieser Augenerkrankung nicht erkranken. Auch hat die Augenärztin keine Art von Katarakt festgestellt.

Das einzige merkwürdige ist, dass sein Augendruck sehr niedrig ist. Er liegt bei 10. Ein gesunder erwachsener Hund hat einen Augendruck von 20, ein älterer Hund von etwa 15. Diesen Umstand konnte mir die Augenärztin nicht erklären.

Auch konnte sie mir die merkwürdigen Verhaltensweisen bei Licht/Dunkelheit nicht erklären. Das einzige was bleibt ist die Nachtblindheit, die man aber nicht messen kann.

 

Was bleibt uns? Ein Kontrolltermin in einem halben Jahr. Prima.

 

In der Zwischenzeit erkundige ich mich nach sinnvollen Nahrungsergänzungen.

 

 

Update 09.01.2015:

 

Seit dem 30.12.2014 bekommt Chewy Karsivan, 2 Tabletten täglich. Im Internet habe ich gelesen, dass Karsivan ganz gut für die Augen sein soll. Außerdem sollen vereinzelt auch Epilepsie-Patienten damit behandelt werden. Meine Tierärztin hatte nichts dagegen und so brauchen wir erste Packung erstmal auf. Das dauert ganze 30 Tage. 1,5 Wochen haben wir schon rum.

 

Noch habe ich keine Veränderungen bei Chewy entdecken können. Aber die Tierärztin meinte, bevor Karsivan die Augen erreicht, dauert es etwas. Das Mittel wäre eher was für ältere Hunde, um ihre Vitalität zu steigern.

 

Warten wir es ab...

 

 

Update 02.02.2015:

 

Das Karsivan wirkt! Chewy ist im Dunkeln wieder sicherer, läuft die Treppe selbstbewusster runter und stupst mich beim Spaziergang im Dunkeln nicht mehr an.

 

Ob ich Chewy das Karsivan dauerhaft gebe, weiß ich noch nicht. Darüber muss ich mich erstmal noch mit meiner Tierärztin unterhalten.

 

 

Update 18.02.2015:

 

CT-Termin mit Diagnose beidseitig hochgradige FPC und Cauda Equina Kompensationssyndrom.

 

 

Update 15.03.2015:

 

Schwerer Verkehrsunfall. Chew erleidet Prellungen und ein Schleudertrauma.

 

 

Update 24.03.2015:

 

Geplante Operation an beiden Ellenbogen.

 

 

16. Anfall 29.04.2015, Dauer über 15 Minuten, Erholungsphase wenige Minuten (1 Stunde nach Bravecto-Einnahme):

 

Leider werden wir kein 3jähiges feiern können.

 

Zwischen 12.26 Uhr und 12.47 Uhr hatte Chewy heute einen Anfall. Dieser war aber ganz anders als die anderen.

 

Ich kam mit einer Freundin, ihrem Hund Sunny und Pelle zurück von einer kurzen Radtour, wir schlossen die Fahrräder im Schuppen ein, Chew saß schon an der Terrassentür und wartete auf uns. Wir unterhielten uns noch kurz vor der Haustür, dann gingen wir ins Haus.

 

Sunny lief als erste rein, Chew stürmte torkelnd auf uns zu. Er konnte sich kaum auf den Beinen halten. Er hatte das typische Krampfgesicht (aufgerissene Augen, große Pupillen, hektische unkoordinierte Bewegungen).

 

Ich setzte mich gleich auf den Boden, Chew torkelte total hektisch hin und her. Konnte keine Stelle finden, konnte sich nicht hinsetzen oder hinlegen. Hat er das versucht, krampfte er viel schlimmer, versteifte. Dann bewegte er sich wieder ganz hektisch. Ich habe ihm gleich Rescue Tropfen gegeben. Aber die wirken bei so einem emotionalen Zustand natürlich nicht sofort.

Er bestand darauf, irgendwas im Mund zu halten, hechelte gleichzeitig, sabberte und sobald ich mich etwas bewegte, wurde er noch hektischer.

 

Insgesamt dauerte dieser hektisch krampfende Zustand eine gute Viertelstunde.

 

Das war ein total merkwürdiger Anfall. So hat er noch nie gekrampft. Bewusstseinstechnisch war er die ganze Zeit voll auf der Höhe. Hat meine Freundin sogar erkannt und torkelte zwischen mir und ihr, setzte sich sabbernd zu mir, stand wieder auf, torkelte wieder und setzte sich hektisch wieder hin. Wollte er sich mal doch hinlegen, versteiften seine Pfoten und krampften, er wurde wieder hektischer. Atem ging so schnell wie bei einer Zwergmaus mit Todesangst oder so.

 

 

Update 08.05.2015:

 

Nach intensiver Internetrecherche besteht der begründete Verdacht, dass Chewy den letzten Anfall auf Grund der etwa eine Stunde zuvor verabreichten BRAVECTO Tablette bekam.

 

Update 15.06.2015:

 

Chewy läuft seit kurzem mit am Fahrrad. Kurze und langsame Strecken, aber er läuft! Einmal die Woche wagen wir sogar eine Radtour von ca. 6 Kilometer. Seine erste Rally-Obedience Prüfung hat er am 10.05.2015 grandios bestanden. Allerdings trainieren wir nur ein Mal die Woche. Grundsätzlich machen wir häufige, aber kurze Spaziergänge von ca. einer halben bis einer Stunde. Ich passe die Länge der Ausflüge seiner Konstitution an.

 

 

Update 26.06.2015:

 

Ich habe das Gefühl, Chewy ist auf blühende Gräser allergisch. Beißt und kratzt sich an Körperstellen, die mit dem Gras in Kontakt kommen (Brust, Vorderpfoten, Hinterpfoten / Knie).

 

Es ist noch erträglich. Wenn aber nicht mehr, werden wir als erste Maßnahme Duschen mit medizinischem Shampoo in Angriff nehmen.

 

Außerdem lahmt Chew morgens vorne rechts. Er läuft sich innerhalb weniger Schritte ein und läuft lahmfrei, aber die morgendliche Lahmheit gibt mir etwas zu denken.

 

 

Update 02.09.2015:

 

Das Humpeln ist weg! Das Kratzen war auch zeitweise weg, jetzt ist es wieder da.

 

Die Op war so erfolgreich, dass Chewy mittlerweile wieder 10 Kilometer lange Radtouren mitmachen kann ohne dass er später Schwierigkeiten mit den Pfoten hat. Das freut mich sehr!!!!

 

Anfallstechnisch sieht es auch sehr gut aus. Nach einem turbulenten August mit mehreren läufigen Hündinnen, hat er sich wieder beruhigt und der Alltag ist wieder eingezogen.

 

Es sieht h so gut aus, dass ich beschlossen habe, dass Chewy wieder im Obedience starten wird! Erst muss ich ihn natürlich über den Winter trainieren, aber ich denke, dass wir nächsten Sommer die erste Prüfung in Klasse 2 melden können.

 

Das freut mich auch sehr, denn das klassische Obe ist unser eigentliches Steckenpferd. Das Rally-O macht Chew nur, damit er nicht ganz arbeitslos ist.

 

 

17. Anfall 07.10.2015, 4.50 Uhr, Dauer knapp 3 Minuten, Erholungsphase kaum vorhanden:

 

Heute Morgen um 4.50 Uhr klingelte der Wecker. Ich nickte noch kurz ein, plötzlich rumpelt es im Körbchen und ich werde so richtig wach, als mir Chewy ins Bett springt und sofort anfängt zu krampfen.

Er war bei Bewusstsein und konnte mit der Rute wedeln. Pelle sprang auch sofort auf und war total verwirrt, er wollte auch mit aufs Bett. Chewy freute sich, ihn schnüffeln zu können. Pelle blieb ganz ruhig liegen und Chewy krampfte zu Ende.

 

Nach dem Krampf war er etwas aufgedreht. Wir sind dann gleich eine Runde spazieren gegangen.

 

Vermutlich hat Chew heute gekrampft, weil er seit gut fünf Monaten keine Osteopathie bekommen hat. Da nach dem Unfall und der FCP-Op alles etwas schwierig war, habe ich keine Osteo-Termine vereinbart, aber das werde ich heute dringend nachholen...

 

 

Update 30.12.2015:

 

Das Jahr ist fast rum. Am 04.12. hatte Chewy das letzte Mal dieses Jahr seine Osteopathie. Er empfand sie sehr positiv und ließ sich super auf die Behandlung ein.

 

Seit wenigen Tagen fällt mir aber auf, dass er zur Dämmerung und in der Dunkelheit wieder schlechter sieht und sich beim Spaziergang dicht hinter mir aufhält. Auch wenn Pelle neutral vorbei läuft, versteift sich Chewy leicht und guckt unsicher in seine Richtung.

Also habe ich wieder Karsivan bestellt. Das hat beim letzten Mal auch sehr gut geholfen.

 

Ansonsten arbeiten wir an unserem Wiedereinstieg ins Obedience. Das Training verläuft gut. Chew ist konzentriert und super bei der Sache. Nach dem Training ist er nicht mehr aufgekratzt als sonst. Einige Details müssen wir wieder einüben, da die Genauigkeit im Laufe der trainingsfreien Zeit gelitten hat.

 

Ich denke, dass er den morgigen Silvesterabend auch gut übersteht. Grundsätzlich hat er mit Knallern kein Problem, daher sehen wir dem Abend entspannt entgegen.

 

 

Update 30.01.2016:

 

Chewy wird langsam schwerhörig. Bemerkt habe ich es erst beim Spaziergang, als er plötzlich nicht mehr auf Rufen reagierte. Erst wurde ich etwas lauter und jetzt nehme ich die Hundepfeife mit. Vor ein paar Tagen überhörte er mich sogar zu Hause, als ich ihn in Zimmerlautstärke zu mir rief.

 

In der Zwischenzeit habe ich mit einem Neurologen telefoniert und nach diversen Untersuchungen bin ich mit meiner Tierärztin zum zwischenzeitlichen Schluss gekommen, dass die Schwerhörigkeit evtl. als "Spätfolge" der Anfälle zu sehen sein kann. Das könnte auch zu seiner Nachtblindheit passen, für die wir auch keine organische Ursache gefunden haben.

 

Das Karsivan hilft den Augen sehr. Die Symptome einer Nachtblindheit sind beim Spaziergang so gut wie weg.

 

 

Update 12.04.2016:

 

Es gibt wieder einiges zu berichten. Fangen wir bei dem Karsivan an.

 

Das Karsivan hilft wohl ziemlich gut. Weder Sehprobleme noch Hörschwierigkeiten treten noch auf. Chewy sieht und hört wieder sehr gut. Das Karsivan gebe ich ihm seit Januar durchgehend und ich denke, wir bleiben dabei.

 

Ellenbogen und die FPC:

 

Da Chewy seit einigen langen Wochen weniger belastbar ist als frisch nach der FPC-Operation letztes Jahr, habe ich mich entschieden ihm Goldimplantate in die Ellenbogen und das Kreuzbein setzen zu lassen.

Am 15.04.2016 haben wir Termin in einer Spezialklinik, die Berlock-Implantate einsetzt. Ich hoffe, dass ich ihm - wie schon Bärchen damals - mit dem Gold helfen kann.

 

Allergie:

 

Also, dieses Jahr ist es wirklich nicht zu übersehen. Chewy hat offensichtlich eine Gräserallergie. Er kratzt sich seit einer Woche plötzlich unentwegt und überall. Es juckt und kribbelt. Heute Morgen habe ich ihm eine halbe Cetirizin gegeben. Mal sehen, wie gut die Tablette wirkt.

 

 

Update 16.04.2016:

 

Gestern, am 15.04.2016, bin ich mit Chewy nach Schweinfurt zu Dr. Horch gefahren. Nach einer wirklich tierisch intensiven Voruntersuchung, die 1,5 Stunden gedauert hat, kam das ganze Ausmaß der Arthrosen ans Tageslicht. Chew hat sogar an den Schulterblättern und Sprunggelenken Arthrose ausgebildet, was das Ganze nicht einfacher macht.

 

So haben wir uns nach dem Röntgten dazu entschieden, ihn quasi "Ganzkörper" zu implantieren:

 

- alle Zehengelenke beider Vorderläufe

- beide Ellenbogengelenke innen und außen

- beide Schultergelenke

- hintere HWS

- BWS zwischen den Schulterblättern

- fast die komplette LWS

- beide Hüftgelenke

- beide Sprunggelenke vorn und hinten

- alle Zehengelenke beider Hinterläufe

 

Jetzt müssen an den rasierten Stellen die Haare wieder nachwachsen, er muss sich langsam entspannen und wieder lernen, wie man als Hund keine Schonhaltung mehr einnimmt und dann wird am Ende alles wieder gut.

 

 

Update 30.10.2016:

 

Ohne Arthrovet und Karsivan geht es leider nicht ganz. Die Goldimplantate sorgen für die Grundfitness und Chewy läuft mit ihnen viel viel besser als ohne, aber mit Arthrovet geht´s noch besser. Das Karsivan hilft nach wie vor beim Sehen und der allgemeinen Orientierung im Dunkeln.

 

Die Epilepsie lässt uns zur Zeit in Ruhe. Letztens hatte Chewy einen kritischen Moment, aus dem er sich aber selbst rausholte und der Anfall so ausblieb.

 

Die Osteopathie bekommt er weiterhin alle sechs Wochen und die tut ihm richtig gut. Wir bleiben vorerst dabei.

 

Leider kämpfen wir zur Zeit aber mit dem zwanghaften Pfotenballenkauen. Chewy pullt sich krampfhaft die Haut vom Ballen und da helfen nur Schuhe und die bewährte Salbe. Sehr ärgerlich und völlig überflüssig...

 

 

Update 01.12.2016:

 

Wir haben einen neuen Mitbewohner. Seit Ende November wohnt Meggie bei uns. Leider leidet auch sie unter epileptiformen Anfällen. Den letzten hatte sie im Sommer 2016. Ich hoffe, dass sie sich bei uns gut einlebt und nicht mehr krampft.

 

 

Update 17.02.2017:

 

Das Jahr 2016 verlief bei Chewy ohne Anfall und das freut mich natürlich sehr!

 

Auch Chewys Pfoten haben sich normalisiert. Er läuft schon länger wieder ohne Probleme, die Salbe wirkt Wunder.

 

Ansonsten geht es ihm auch sehr gut. Nach der Winterpause trainiert Chew wieder im Rally-Obedience. Die Hürdenhöhe habe ich angepasst und mit 30 cm kommt er gut zurecht.

 

 

Update 28.04.2017:

 

Chewy kämpft setit Wochen gegen seinen Selbstzerstörungsdrang. Er trägt wieder Schuhe, sobald er alleine ist, ansonsten kaut er sich die Ballen wieder blutig.

 

Seit Ostern bleiben die Hunde über Nacht im Erdgeschoss, denn Chewy hatte zunehmend Schwierigkeiten mit seinem linken Ellenbogen beim Runtergehen der Treppe.

Es gefällt uns allen nicht, aber ihn täglich rauf und runter tragen möchte ich mir nicht antun. Und auf dem Sofa oder neben dem Ofen ist es ja auch nicht so ganz schlimm.

 

Anfallstechnisch ist er relativ stabil. Es bahnt sich wohl kein Anfall an, aber hier und da zeigt sich sein labiles Nervenkostüm. Eigentlich habe ich gedacht, dass er mit jetzt 9 Jahren so langsam entspannter wird, aber Charakter ist wohl Charakter. Er braucht zur Zeit recht viel sensible Ansprache und sucht den Körperkontakt. Wird wohl auch dadurch bedingt sein, dass er abends nicht mehr mit nach oben kommt.

 

 

 

 

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